ohne Titel Nr. 2

Wo ist mein Optimismus hin?
Wann verloren Ziele Sinn,
diese Welt wohlwollend zu gestalten,
und mich in ihr zu entfalten?
Ich habe keinen Antrieb mehr.
Selbst Alltäglichkeiten fallen schwer.
Systeme sind so undurchsichtig
doch irgendwie wohl ziemlich wichtig.
Wo finde ich wohl meine Nische,
in die ich mich dereinst verkrieche.
Die Welt ist groß und turbulent.
Ach wär ich doch auch konsequent,
und würde meinen Teil beitragen,
um diese ein Stück mit zu tragen.
Doch fehlt mir wohl die Übersicht,
und meinen Weg, den find' ich nicht.
So bin ich ziemlich am Verzagen.
Die Sorge schlägt mir auf den Magen.
Doch würd' auch gerne ich vollbringen,
was zum ganzheitlich' Gelingen
auch ein gutes Stück beiträgt
und sich mit allem gut verträgt.
Doch bin ich mit mir selbst allein
und eigentlich ein armes Schwein.
Denn ich habe keinen Plan,
was ich wirklich ändern kann.
Alleine bin ich wohl ein Wurm
in tosendem Gezeitensturm.
Wer will schon wirklich jemand hören,
von dem man annimmt er würd' stören.
Störend, weil zu unbequem,
und nicht konform mit dem System.
Mein Unwert wurde nie geschätzt,
weil mich doch niemand gar verletzt.

Entwurfsfassung © 2011 by Daniel Hartmann